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11: Rhein Fire - BERLIN THUNDER 20:26 22.06.02 - Rheinstadium Düsseldorf 53.109 Zuschauer (drunter ca. 500 Thunder und 1.500 Galaxy-Fans, sowie diverse andere Fangruppen der NFLE) |
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| Garbages
Spielbericht |
| NRZ ....Das gibt´s nie wieder Volles Haus beim Football-Finale zwischen Rhein Fire und Berlin Thunder, über drei Stunden voller Show und Sport - und eine Stimmung, wie sie das Rheinstadion ewig nicht erlebt hat. Und auch nie mehr erleben wird. Die Betonschüssel wird jetzt abgerissen. (Foto: Kai Kitschenberg) Zum Abschied von der Betonschüssel in Stockum feierten 53 000 Menschen eine imposante Show mit Football, Feuerwerk und Rockmusik. Hoffen auf die Rückkehr von Rhein Fire. Ein letztes Mal - und was für eins! Zumindest lauter ist es im Rheinstadion nie gewesen als am Samstag. Und voller war´s in den drei Jahrzehnten, in denen die Betonschüssel in Stockum steht, nur selten. 53 109 Menschen pfiffen, johlten, jubelten vor, während und nach dem Football-World-Bowl-Finale und verabschiedeten sich vom Stadion, das nun abgerissen wird. Dazu dröhnten die Altrocker von Status Quo "Rockin´ all over the World", Verona Feldbusch piepte ins Mikrofon, und Pyrotechniker ließen ihren Trieben ungehemmten Lauf: Es donnerte und blitzte im Minutentakt. Kurzum: Auf dem Rollfeld von "Düsseldorf International" war´s am Samstag vermutlich ruhiger. Wenn freilich jemand behauptet, im Rheinstadion käme keine Stimmung auf, der bekam imponierende Nachhilfe erteilt. Eine Show mit allen amerikanischen Zutaten inklusive Nationalhymne, die auch Boris Becker (mit überdimensionaler Popcorntüte und Sohn Noah-Gabriel), Schauspieler Jan-Josef Liefers und die Box-Champions Daisy Lang und Dariusz Michalczewski auf der Tribüne genossen. OB Joachim Erwin, mit dem Whisky-Präsent eines schottischen Bürgermeisters unter dem Arm, begrüßte zwei Kollegen, die sich ganz schnell als Konkurrenten erweisen werden: Oliver Wittke, OB von Gelsenkirchen und Fritz Schramma, der Kölner Stadtchef. Beide wollen Rhein Fire möglichst lange zu sich locken. Denn ob die Footballer in zwei Jahren in die Multifunktionsarena zurückkehren, ist völlig offen. Zwar gibt Erwin wie üblich den Optimisten. Aber Rhein Fire-Manager Alexander Leibkind hat mehr als einmal betont, dass die Entscheidungen in USA gefällt werden. Donner sorgte für Abschiedstränen |
| RP (Hans Stolle) .......Pfiffe wie nie zuvor Rhein Fire hatte in den Tagen vor dem großen World Bowl nicht zu viel versprochen. Wer am Samstag rechtzeitg um 17.15 Uhr seinen Platz in dem fast ausverkauften Rheinstadion eingenommen hatte, erlebte vor dem Kick-off ein Show-Programm, das die Sinne betörte. Zwei Augen und zwei Ohren reichten eigentlich nicht aus, um all die Attraktionen aufzunehmen. Bei herrlichem Sommerwetter wurde den 53.109 Besuchern eine unvergessene Sinfonie der Farben, Töne und Akrobatik in einem 50-minütigen Nonstopp-Programm geboten. Ob es das jemals zuvor in dieser Intensität in der Arena gegeben hat? Die Gastgeber hätten dieses einmalige Event mit mehreren Kameras aufzeichnen und als Erinnerungs-Video verkaufen können. Diese denkwürdige Abschiedsshow hätte sicher viele Abnehmer gefunden. Die Verantwortlichen bei Fire hatten alles minuziös geplant und bis ins Detail vorbereitet. Und es klappte vorzüglich. Darauf können die Macher stolz sein. Für das, was danach auf dem Rasen passierte, tragen aber allein die Cracks die Verantwortung, und ihre Show im World Bowl 2002 war - zumindest aus Düsseldorfer Sicht - nicht dazu angetan, um in der Heimvideothek einen bleibenden Platz zu erhalten. Als der Fieldgoal-Versuch von Jason Witczak (aus der Distanz von 35 Yards) Sekunden vor der Pause von der Thunder-Defense abgeblockt worden war und Fire mit einem 0:20-Rückstand in die Kabine schlich, begleiteten die Mannschaft so viele laute Pfiffe wie nie zuvor. Es drohte ein Debakel beim Abschied aus Düsseldorf und zum Ende des Rheinstadions. So weit kam's dann aber zum Glück für Fire doch nicht. Den ersten gelungenen weiten Pass von Quarterback Tee Martin nahm Wide Receiver Jimmy Robinson sicher auf. Fire stand sechs Yards vor der Berliner Endzone, den Rest besorgte dann Runningback Tony Taylor mit einem seiner kraftvollen kurzen Läufe. Manni Burgsmüller traf gewohnt sicher per Zusatzkick zum 7:20. Die Kulisse tobte. Und als jetzt auch noch die zweitbeste Zuschauerzahl überhaupt bei den bisherigen Endspielen (nur 1991 kamen mit 61.108 noch mehr) bekannt geben wurde, erreichte die Stimmung während der Partie ihren Höhepunkt. Die Ernüchterung folgte jedoch noch im dritten Viertel. Berlins Mann für weite Schüsse, Danny Boyd, traf aus 45 Yards per Fieldgoal zum 23:7. Er wiederholte diese Treffsicherheit im letzten Abschnitt, als er aus 38 Yards das Ei durch die Stangen schoss (26:13). Nach der schwachen ersten Halbzeit hinterließ Fire am Ende wieder einen positiven Eindruck. Das Team fightete und verkürzte 20 Sekunden vor dem Abpfiff durch Martin und Burgsmüller noch auf 20:26. Um 20.58 Uhr hielten aber die Cracks von Berlin Thunder völlig verdient den World Bowl in ihren Händen......... |
| WZ
......Berlin verteidigt NFLE-Titel und verdirbt «Manni» den Abschied Zum ersten Mal in der zehnjährigen Liga-Geschichte hat der europäische Football-Champion seinen Titel verteidigt. Mit dem 26:20-Erfolg im Finale gegen Rhein Fire hat Berlin Thunder seinen Vorjahres-Triumph in der NFL Europe wiederholt und Manfred Burgsmüller vor 53 109 Zuschauern im Düsseldorfer Rheinstadion den Abschied verdorben. Schwacher Trost für «Manni»: der 52-jährige ehemalige Fußball-Nationalspieler erzielte per Extrakick den letzten Treffer überhaupt im Rheinstadionund avancierte mit 306 Zählern zum erfolgreichsten Punktesammler der Liga-Geschichte. Nach einem 40-minütigen Showprogramm, das mit Musik der Altrocker von Status Quo, viel Pyrotechnik und Konfetti, mit den Düsseldorfer Symphonikern und Impressionen vom rheinischen Karneval für Endspiel-Atmosphäre sorgte, erwischten die Gastgeber den schlechtesten Start der Saison. Bis zum 20:0 dominierten die Berliner, die in Spielmacher Todd Husak und Passempfänger Dane Looker ihre überragenden Akteure hatten, die Partie nach Belieben. Mit viel Kampf brachte Fire den Titelverteidiger, der beide Saisonspiele mit 16:20 und 14:24 verloren hatte, wenigstens im Schlussviertel ein wenig in Bedrängnis. «Ich bin stolz auf den ersten Titel für diese Mannschaft, aber wir freuen uns über den zweiten Worldbowl für Thunder», sagte Berlins Cheftrainer Peter Vaas. Aus seiner erfolgreichen Mannschaft der Vorsaison war nur noch ein halbes Dutzend Spieler dabei. Das Gros der Spieler beider Teams ist nur für eine Saison von Teams der Mutterliga NFL an die europäischen Töchter ausgeliehen. Vaas: «Das ist das große Problem, aber auch die große Herausforderung in dieser Liga, die die Arbeit hier so interessant macht.» «Das beste Team der Saison hat verdient gewonnen», resümierte Ray Willsey, der sportliche Leiter der NFLE. Liga-Vize John Beake stellte fest: «Es war ein toller Event und ein großartiges Spiel. Fire hat eine exzellente Veranstaltung präsentiert, die sicher dem Football neue Freunde gewonnen hat.» Dies hat der ur-amerikanische Sport aber auch vor allem in der Hauptstadt nötig. In Düsseldorf und bei Liga-Krösus Frankfurt Galaxy verfolgen regelmäßig mehr als 32 000 Fans die Partien. Berlin lockte trotz des Vorjahrestitels nur einmal eine fünfstellige Kulisse an. «Wir haben in unserer Außenwirkung noch Defizite gegenüber dem sportlichen Bereich», meinte Vaas. ....... |
| Offizielle
Fire Pressemitteilung
53.109 Zuschauer beim letzten Football-Fest im Rheinstadion |